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Das war unser Fachtag 2021!

Welche individuelle Hilfestellung brauchen Kinder und ihre Eltern auf dem Weg in die Frühe Bildung? Diese Frage stand im Zentrum unseres Fachtags „Früher ankommen, gemeinsam vorangehen – Wie der Kita-Einstieg gelingt“ am 28. Oktober. Sechs Stunden lang haben wir uns mit Expert*innen und Praktiker*innen online ausgetauscht und unsere Erkenntnisse aus vier Jahren „Kita-Einstieg Hamburg“ miteinander geteilt.

Mehr als 120 Personen aus insgesamt 27 Städten (darunter auch aus dem schönen Linz in Österreich) nahmen an der Veranstaltung teil. Pädagogische Fachkräfte, Vertreter*innen von Behörden und Verbänden hatten die Gelegenheit, verschiedene Vorträge zu hören, Workshops zu besuchen und sich in den Pausen auf der Plattform topia zu einem virtuellen Schnack zu treffen.

Thematisch drehte sich die Tagung um die Zugangshürden von Familien beim Kita-Einstieg und wie mögliche Handlungskonzepte zum Beispiel in Form von Kita-Sozialarbeit aussehen können. Im ersten Vortrag schilderte Sandra Berkling, Projektleitung von Kita-Einstieg Hamburg, wie das Bundesprogramm in der Hansestadt umgesetzt wird und welche Art der Unterstützung Familien auf dem Weg in die Kindertagesbetreuung erhalten. Im darauffolgenden Impulsvortrag wurden die Grundlagen von Kita-Sozialarbeit von Prof. Dr. Armin Schneider skizziert, Direktor des Instituts für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit (IBEB) der Hochschule Koblenz.

Kita-Sozialarbeit als Antwort auf besondere Bedarfe von Familien wurde auch in der sich anschließenden Gesprächsrunde diskutiert. Neben den Vortragenden waren Dr. Dirk Bange von der Hamburger Sozialbehörde, Patrick Gantenberg-Kralisch von der DRK-Kita Grüne Insel und Evelyn Jabben vom Bundeselternnetzwerk der Migrantenorganisationen für Bildung & Teilhabe mit von der Partie. Einig war man sich darin, dass strukturelle Zugangshürden nur mit entsprechender Unterstützung bewältigt werden können. Dr. Bange wies darauf hin, dass mit Angeboten wie den Eltern-Kind-Zentren oder dem Programm Kita-Plus bereits viel für Eltern in benachteiligten Lebensverhältnissen getan werde. Die Sozialbehörde sei aber bereit, sich mit dem Modell Kita-Sozialarbeit zu befassen und sich dazu mit anderen Bundesländern auszutauschen, in denen Kita-Sozialarbeit bereits praktiziert wird.

Nach diesem theoretischen Part folgte in einem zweiten, praxisorientierten Teil das Workshop-Programm. In sechs verschiedenen Arbeitsgruppen beschäftigten sich die Teilnehmenden mit Themen wie Netzwerkarbeit, vorurteilsbewusster Pädagogik, rassismuskritischer Bildung oder Sprachmittlung.

Die Präsentationen der Vortragenden und z.T. auch der Workshop-Leitungen finden Sie in der Tagungsmappe. Außerdem wurde der erste Teil der Tagung aufgezeichnet, die Videos werden ab Mitte November auf dieser Homepage bereitgestellt.

Wir danken allen Teilnehmenden für den anregenden Austausch und hoffen, dass sie ebenso wie wir viele nützliche Impulse für die eigene Arbeit mitgenommen haben!