Elternbereich: Basiswissen2020-03-28T10:25:54+01:00

Elternbereich: Basis-Wissen

Willkommen in der digitalen Elterninfo von Kita-Einstieg Hamburg. Hier finden Sie Informationen rund um den Kita-Einstieg. Die Informationen sind in einfacher deutscher Sprache geschrieben. Am Ende jeder Seite finden Sie Links und Materialien. Manche sind in mehreren Sprachen geschrieben und stehen als Download bereit.

So zum Beispiel auch unser kleines Heft für Eltern:

Arabisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Persisch/Farsi, Tigrinya

 

 

Hier starten Sie mit dem Basis-Wissen:

Was ist Kita?2020-02-06T13:18:07+01:00

In Deutschland können Kinder schon betreut werden, bevor sie in die Schule gehen. Das nennt man „Kinder-Tages-Betreuung“. In der Kinder-Tages-Betreuung kümmern sich Profis um die Kinder. Die  Profis sind Pädagoginnen und Pädagogen, die sich sehr gut mit Kindern auskennen. Die Kinder werden betreut und gefördert.

Für die Betreuung gibt es viele Angebote. Die zwei wichtigsten Angebote sind:

  • Kinder-Tages-Stätten (Kita)
  • Tages-Mütter oder Tages-Väter

In der Kinder-Tages-Betreuung unterscheidet man zwischen zwei Altersstufen:

  • Krippen-Bereich = Kinder unter 3 Jahren
  • Elementar-Bereich = Kinder im Alter von 3 – 5 Jahren
Unterscheidung Krippe und Elementar

Unterscheidung Krippe und Elementar

In Hamburg gibt es mehr Kitas als Tages-Mütter oder Tages-Väter. Die Unterschiede von Kita und Tagespflege haben wir weiter unten beschrieben.

Rechts-Anspruch: Wer darf in die Kita?2020-03-02T17:46:53+01:00

In Hamburg haben alle Kinder ab 1 Jahr einen Rechts-Anspruch auf einen Kita-Platz. Bis zu 5 Stunden Betreuung mit 1 Mittagessen sind kostenlos.

Manchmal können die Kinder auch schon früher kostenlos in die Kita. Wenn die Eltern eine Ausbildung machen, studieren, arbeiten oder Deutsch lernen. Dann haben sie weniger Zeit, um auf ihre Kinder aufzupassen. Die Kinder können dann solange in der Kita betreut werden.

Auch Kinder, deren Familien flüchten mussten, haben in Hamburg ein Recht auf Kita. Wenn sie die Erstaufnahme-Einrichtung verlassen haben, können sie in die Kita. Oder wenn sie länger als 6 Monate in einer Erstaufnahme-Einrichtung in Deutschland sind. Dann sind 5 Stunden Betreuung am Tag mit 1 Mittagessen kostenlos.

Wenn Sie mehr als 5 Stunden Betreuung für Ihr Kind benötigen, kann das Geld kosten. Wie viel das ist, lesen Sie unter Wieviel kostet die Kita?.

Warum Kita?2020-02-06T13:33:03+01:00

Bevor Kinder in die Schule gehen, müssen sie einige Dinge können. Diese Dinge lernen sie in der Kita. In der Kita können Kinder spielen und lernen. Erfahrene Erzieherinnen oder Erzieher passen auf die Kinder auf und spielen tolle Spiele mit ihnen. Die Kinder finden hier Freunde und lernen Deutsch. Die Eltern können arbeiten gehen oder haben Zeit für einen Deutsch-Kurs.

In der Kita lernen Kinder:

  • mit anderen spielen
  • aufmerksam sein
  • sich melden
  • Selbstständigkeit
  • Streit vermeiden
  • ordentlich sein
  • Regeln beachten.

Außerdem finden Kinder in der Kita schnell Freundinnen und Freunde und können Deutsch lernen.

Warum Kita?

Warum Kita?

Ab wann Kita?2020-03-03T09:35:50+01:00

Die Kita ist keine Pflicht. Die Eltern entscheiden alleine, ob und wann ihr Kind in die Kita gehen soll.  Manchmal gibt es wichtige Gründe, warum das Kind in die Kita soll. Zum Beispiel, wenn die Eltern arbeiten müssen oder einen Deutsch-Kurs besuchen. Kinder und auch kleine Babys können in die Kita. Hier bekommen sie alles, was sie brauchen.

Qualität in der Kinder-Betreuung2020-02-06T13:18:52+01:00

In der Kita arbeiten nur erfahrene Profis. Sie sind Erzieherinnen und Erzieher oder Sozial-Pädagoginnen und -Pädagogen und kennen sich gut mit Kindern aus. Die Kinder sind in der Kita gut aufgehoben. Die Profis passen auf die Kinder auf und spielen tolle Spiele mit ihnen. Die Erzieherinnen und Erzieher machen zum Beispiel die folgenden Dinge:

  • Bücher vorlesen
  • Lieder singen
  • Mit den Kindern essen
  • Zusammen spielen
  • Zusammen lernen
  • Streit schlichten
  • Trösten

Wenn die Kinder noch ganz klein sind, machen die Profis auch andere Sachen. Sie wechseln die Windeln und geben das Fläschchen. Wenn das Kind schreit, sind die Profis immer da. Sie beruhigen das Kind. Im Notfall rufen die Erzieherinnen und Erzieher die Eltern an.

Qualität in der Kita

Qualität in der Kita

Es sind immer genug Profis da, um sich gut um die Kinder zu kümmern. Auf Kinder unter 3 Jahren passen mehr Personen auf. Auf Kinder ab 3 Jahren passen etwas weniger Personen auf die Kinder auf.

In der Kita arbeiten nur Profis. Dies sind meistens ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher, aber auch Sozial-Pädagoginnen und Sozial-Pädagogen.

Welche Kita passt zu mir und meinem Kind?2020-03-03T10:46:49+01:00

Es gibt viele unterschiedliche Kitas.

Auswahl der passenden Kita

Auswahl der passenden Kita

Einige Eltern finden es schwierig, eine Entscheidung zu treffen. Folgende Fragen können Ihnen dabei helfen:

Bedingungen

1. Braucht Ihr Kind besondere Angebote? (zum Beispiel Kranken-Gymnastik)
2. Brauchen Sie bestimmte Öffnungszeiten in der Kita?
3. Sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kita freundlich?
4. Denken Sie, dass Ihr Kind sich hier wohlfühlen wird?
5. Werden Sie gut beraten?
6. Bekommen Sie viele Informationen und Antworten auf Ihre Fragen?
7. Können Sie und Ihr Kind sich die Kita und den Tages-Ablauf der Kita anschauen?

Raum und Ausstattung

1. Gibt es genug Platz und unterschiedliche Räume? Zum Beispiel Räume für Bewegung, Basteln, Musik…?
2. Gibt es einen Raum zum Ausruhen für einzelne Kinder oder Gruppen?
3. Gibt es einen Garten, um draußen zu spielen? Besuchen die Gruppen oft Spielplätze und Parks?
4. Gibt es genug Spielzeug für alle Kinder? Darf das Kind spielen, womit es will?

Essen und Sauberkeit

1. Wann gibt es Essen? Essen alle Kinder zusammen oder in kleinen Gruppen?
2. Ist das Essen gesund?
3. Geht die Kita auf Ihre Essens-Wünsche ein? (Zum Beispiel halal, Allergien, vegetarisch etc.)
4. Ist die Kita sauber und hygienisch?

Information und Angebote für Eltern

1. Gibt es regelmäßige Gespräche mit den Eltern?
2. Haben die Eltern eine feste Ansprech-Person, wenn es um ihr Kind geht?

Hier können Sie die Liste mit allen Fragen herunterladen.

Vielfalt: Angebote in den Kitas2020-03-03T09:40:59+01:00

In Hamburg gibt es über 1.100 Kitas. Die Kitas können sehr unterschiedlich sein. Es gibt sehr große Kitas. Es gibt auch kleine Kitas. Es gibt kirchliche Kitas, freie Kitas und Kitas mit besonderen Konzepten.

Es gibt viele pädagogische Konzepte für die Kinder-Betreuung. Einige der häufigsten sind:

Außerdem können die Gruppen in einer Kita unterschiedlich gestaltet werden:

1. Geschlossene Gruppe

Hier gibt es feste Gruppen. Die Kinder spielen und essen immer in der gleichen Gruppe zusammen. Es passen immer die gleichen Personen auf die Kinder auf.

2. Offene Gruppe

Die Kinder können selbst entscheiden, wann sie etwas machen möchten. Es gibt keine festen Gruppen und keine festen Betreuungs-Personen.

3. Teiloffene Gruppe

Bis zum Mittag-Essen sind die Kinder in festen Gruppen. Danach können die Kinder selbst ihre Spiel-Gruppe auswählen.

 

Was ist Kinder-Tages-Pflege?2020-03-03T10:42:07+01:00

In Hamburg können Kinder entweder in die Kita oder in die Kinder-Tages-Pflege. Die Kita ist eine Einrichtung, in der viele Kinder gleichzeitig betreut werden. Es gibt verschiedene Gruppen, mehrere Erzieherinnen oder Erzieher und feste Öffnungszeiten.

Es gibt aber auch die Kinder-Tages-Pflege. Das sind einzelne Personen, die eine kleinere Gruppe von Kindern betreuen. Diese Personen nennt man Tages-Mütter oder Tages-Väter. Sie betreuen Kinder im Alter von 0 – 14 Jahren bei sich zu Hause. Manchmal haben sie für die Tages-Pflege auch extra Räume gemietet.

Kindertagespflege oder Kita?

Kindertagespflege oder Kita?

Auch Tages-Mütter und -Väter sind Profis. Sie haben eine pädagogische Ausbildung gemacht. Sie kennen sich gut mit Kindern und Erziehung aus. Die Stadt Hamburg prüft die Tages-Mütter und -Väter regelmäßig. Sie prüft, ob die Räume groß genug sind. Sie prüft, ob die Kinder gut behandelt werden. Bei Tages-Müttern oder Tages-Vätern werden bis zu 5 Kinder gleichzeitig betreut. Die Gruppen sind klein und einer Familie ähnlich. Das gefällt vielen Eltern und Kindern. Eltern können direkt mit der Tages-Mutter oder dem Tages-Vater flexibel die Betreuungszeit planen.

Wie finde ich einen Platz in der Kinder-Tages-Pflege?2020-03-03T10:44:38+01:00

Die Stadt Hamburg bezahlt auch die Betreuung in der Tages-Pflege. Die Eltern müssen eine Bewilligung beantragen. Das ist genau wie bei der Kita. Bis zu 6 Stunden Betreuung am Tag mit Mittagessen sind kostenlos. Mehr Stunden kosten etwas. Wer viel verdient, zahlt mehr, wer wenig verdient, zahlt wenig. Wer kein Geld verdient, muss nichts bezahlen.

Wenn Sie sich für die Tages-Pflege entscheiden, müssen Sie folgendes tun:

1. Sie müssen eine Tages-Mutter oder Tages-Vater suchen. Eine Liste mit Kontakten gibt es in der Tagespflege-Börse im Bezirksamt.

2. Lernen Sie die Tages-Mutter oder den Tages-Vater kennen. Sie können Fragen stellen und eine Entscheidung treffen.

3. Wenn Ihnen die Tages-Mutter oder der Tages-Vater gefällt: Stellen Sie den „Antrag zur Förderung in der Tagespflege“ beim Bezirksamt.

4. Die Bewilligung kommt per Post nach Hause. Diesen müssen Sie bei der Tages-Mutter oder dem Tages-Vater abgeben und den Vertrag unterschreiben.

Weitere Informationen und Formulare finden Sie auf der Seite der Stadt Hamburg.

Mein Kind hat eine Behinderung. Bekommt es in der Kita besondere Hilfe?2020-03-11T12:58:14+01:00

In Hamburg hat jedes Kind das Recht, eine Kita zu besuchen. Alle Kinder lernen und spielen zusammen. Manche Kinder brauchen aber mehr Hilfe als andere. Zum Beispiel, wenn sie eine Behinderung haben oder wenn sie eine Behinderung bekommen können.

Es gibt 2 Wege, damit diese Kinder in der Kita Extra-Hilfe bekommen: mit Früh-Förderung oder Eingliederungs-Hilfe. Das Kind kann nur Eingliederungs-Hilfe oder Früh-Förderung bekommen. Beides zusammen geht nicht. Wir erklären beide Wege.

Kind mit Behinderung

Unterstützung für Kinder mit Behinderung

1. Eingliederungs-Hilfe (Kinder ab 3 Jahre)

Es gibt spezielle Kitas, die Eingliederungs-Hilfe anbieten. Hier spielen und lernen Kinder mit und ohne Behinderungen zusammen. In diesen Kitas arbeiten Pädagoginnen und Pädagogen, die sich besonders gut mit Kindern mit Behinderung auskennen. Sie wissen ganz genau, was das Kind braucht. Sie machen auch Therapien mit dem Kind. Zum Beispiel Sprach-Therapie oder Bewegungs-Therapie. Wenn das Kind eine Behinderung hat, dann bezahlt die Stadt das meiste Geld für die Eingliederungs-Hilfe. Die Eltern bezahlen nur ganz wenig.

Die Eingliederungs-Hilfe können Kinder ab 3 Jahre bekommen. Das geht nur in ganz speziellen Kitas. Dafür müssen die Eltern folgendes tun:

1. Die Eltern müssen einen Antrag auf Eingliederungs-Hilfe ausfüllen. Den Antrag müssen sie dann an das Bezirksamt senden.
2. Die Familie bekommt eine Einladung von einer Ärztin oder einem Arzt. Diese Ärztin oder der Arzt arbeiten für den „Öffentlichen Gesundheitsdienst“ der Stadt Hamburg. Sie müssen das Kind untersuchen. Sie müssen feststellen, was dem Kind fehlt und welche Hilfen es braucht.
3. Die Eltern gehen mit dem Kind zu der Ärztin oder dem Arzt. Nach der Untersuchung informiert die Ärztin oder der Arzt das Bezirksamt. Sie oder er sagt dem Bezirksamt, ob das Kind Eingliederungs-Hilfe braucht oder nicht.
4. Das Bezirksamt schickt den Eltern einen besonderen Kita-Gutschein für Eingliederungs-Hilfe zu. Das Kind kann jetzt in eine spezielle Kita mit Eingliederungs-Hilfe gehen.

Tipp für die Kita-Suche: Hier finden Sie alle Kitas in Hamburg. In der Legende finden Sie rund 330 Kitas mit “Eingliederungshilfe”.

2. Früh-Förderung (Kinder von 0-6 Jahre)

Früh-Förderung ist für alle Kinder bis 6 Jahre mit Behinderung. Meistens nutzen es die Kinder bis 3 Jahre. Es ist egal, ob die Kinder eine Kita besuchen oder zuhause bleiben. Früh-Förderung kann in fast jeder Kita stattfinden.

Bei der Früh-Förderung kümmern sich Heil-Pädagoginnen oder Pädagogen um das Kind. Das sind Kita-Profis, die sich besonders gut mit Kindern mit Behinderungen auskennen. Sie kommen in die Kita oder nach Hause. Oder sie kommen in eine Früh-Förder-Stelle. Das ist ein Ort, wo Kinder mit Behinderung hingehen, um spezielle Hilfe zu bekommen.

Wenn das Kind Früh-Förderung bekommen soll, müssen die Eltern folgendes machen:

1. Wenn das Kind in die Kita soll, müssen die Eltern zuerst ganz normal einen Kita-Gutschein beantragen. Wenn das Kind zuhause bleibt, brauchen die Eltern keinen Gutschein.
2. Der Kinderarzt empfiehlt die Früh-Förderung.
3. Die Eltern müssen in eine Früh-Förder-Stelle gehen. Die Früh-Förder-Stelle und die Eltern füllen einen Antrag aus. Den schicken sie an das Bezirksamt.
4. Die Familie bekommt eine Einladung von einer Ärztin oder einem Arzt. Diese Ärztin oder der Arzt arbeiten für den „Öffentlichen Gesundheitsdienst“ der Stadt Hamburg. Sie müssen das Kind untersuchen. Sie müssen feststellen, was dem Kind fehlt und welche Hilfen es braucht. Das Bezirksamt informiert dann die Eltern über die Entscheidung.

Unser Kita-Kulturlotse Steffen Wendt hilft Eltern von Kindern mit Behinderung weiter. Er hilft bei den Anträgen und bei der Suche nach einer Kita.

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