*** Online-Fachveranstaltung *** Angst, Trauma und Trauer in der Kita

5. Mai 2020, 14:30 Uhr
Ende: 5. Mai 2020, 17:30 Uhr
Veranstalter
Diakonisches Werk
Adresse

Diakonisches Werk Hamburg - Dorothee-Sölle-Haus
Königstraße 54
22767 Hamburg

Kosten
0,00
Ansprechpartner
Dr. Christine Tuschinsky
Anmeldung & weitere Infos

Traumatisierung in ihren sozialen Kontexten

Auch in Kitas tauchen heute immer wieder Fragen auf, wie Leitungen und Mitarbeitende mit Kindern umgehen sollten, die von Angst, Trauma und Trauer betroffen sind. Die Verhältnisse in der Welt, aber auch die sozialen Realitäten hier bei uns machen diese Probleme weniger zur Ausnahme als zur Regelerscheinung. Ein Auslöser ist auch die Erfahrung, dass einige der in jüngerer Vergangenheit zugewanderten Menschen traumatisiert sind.

Durch die Covid-19-Pandemie rückt die Trauma-Problematik und damit eng zusammenhängend die Themen Angst und Trauer noch einmal in einen viel unmittelbareren Zusammenhang. Wie soll man mit einer Bedrohung umgehen, die man weder sehen noch anfassen kann, die aber allgegenwärtig ist? Wie soll man sich schützen? Wie spricht man mit Kindern über diese Situation? Wie können wir mit den unvermeidlichen psychischen Belastungen so vernünftig wie möglich umgehen?

David Becker richtet den Blick auf Angst, Trauma und Trauer in ihren sozialen Kontexten – also auch im sozialen Feld der Kita-Betreuung und -Bildung. Welche Möglichkeiten und Ressourcen sind dort vorhanden, um mit Erfahrungen von Flucht und den entsprechenden Folgen umzugehen? Und wie begegnen wir der aktuellen weltweiten Bedrohung?

Es geht also darum, Antworten zu diesen Themen im konkreten Erziehungsalltag zu finden und nicht darum, immer mehr Trauma-SpezialistInnen auszubilden. David Becker eröffnet Perspektiven, die nahe an der Praxis der Kita-Arbeit Chancen, aber auch Grenzen der Bearbeitung aufzeigen. Im virtuellen Workshop gibt es nach dem Referat von Prof. Becker Zeit für Diskussionen und ganz besonders für Ihre eigenen Erfahrungen und Fragen.

Referent: Prof. Dr. David Becker, Prof. für Sozialpsychologie und interkulturelle Praxis an der Sigmund Freud Privatuniversität Berlin. Er berät psychosoziale Projekte in Kriegs- und Krisengebieten, in den letzten Jahren insbesondere im Nahen Osten.

Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierte. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Teilnehmendenzahl ist auf 28 Personen beschränkt. Die Technischen Voraussetzungen finden Sie auf der Anbieterseite, auf der Sie sich auch verbindlich anmelden können:

Zur Anmeldung