Capacity Development im Quartier von Kindermitte

Mein Name ist Kerstin Dählmann und ich arbeite seit September 2017 bei Kindermitte. Wir sind ein junger Verband von freien, inhabergeführten Kita-Trägern in Hamburg und Kita-Einstieg ist eines unserer ersten größeren Projekte.

Die Stelle als Kita-Kulturlotsin rief für mich als Erziehungs- und Bildungswissenschaftlerin – mit Vorerfahrung in der operativen Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten – geradezu nach beruflicher Weiterentwicklung. Mit Blick auf die Gestaltungsmöglichkeiten in diesem Bundesprogramm hoffe ich, in den kommenden drei Jahren dazu beitragen zu können, für die bestehenden Herausforderungen der Inklusion ins Kita-System gute Lösungsstrategien zu finden.

Das Kind im Fokus

Bei Kindermitte steht das Kind im Fokus, in der Mitte der Gesellschaft. Diesen Leitgedanken trage ich auch bei meiner Arbeit mit den Menschen mit mir. Der Kita-Einstieg erfolgt immer unter der Prämisse, dass es für das Kind das Richtige ist. Mir ist auch wichtig, die Familien und Kitas in der Anfangszeit zu begleiten, wenn Bedarf besteht. Kita-Einstieg hört nicht mit der Vertragsunterzeichnung auf, deshalb ist mir am Austausch mit den Kita-Leitungen immer sehr gelegen. Das, was wir in den nächsten Monaten anschieben und erproben können, sollen sie langfristig weiterführen können. Aus diesem Grund ist die Vernetzungsarbeit ein wesentlicher Bestandteil meiner Arbeit als Kita-Kulturlotsin.

Langfristig wollen wir noch weitere Sprechstunden einrichten. In Groß Borstel und Winterhude bzw. Uhlenhorst entstehen bereits neue Unterkünfte für Menschen mit Fluchthintergrund. Außerdem möchte ich noch mehr Zeit in meiner Anker-Kita verbringen und dort gemeinsam mit dem Team Strategien und Methoden erarbeiten, die den KollegInnen die alltägliche Arbeit erleichtern können. Vor allem hinsichtlich der bestehenden Kommunikationsbarrieren zwischen den pädagogischen Fachkräften und den Eltern wollen wir Wege und Mittel finden, die den Alltag erleichtern. Nicht zuletzt gibt es aber auch Kommunikationsanlässe, für die wir auf Dolmetscher zurückgreifen müssen, wie etwa Elternabende oder Entwicklungsgespräche.

Darüber hinaus werden wir sehen, welche Bedarfe sich im Laufe der Projektlaufzeit auftun. Unser Projektplan gibt zwar die Richtung vor, doch er ist nicht in Stein gemeißelt und ich freue mich immer über Anregungen von außen!

Kerstin Dählmann, Kindermitte e. V.

 

Die Angebote vom Projekt: Capacity Development im Quartier von Kindermitte