Kita-ABC

Schwierige Wörter einfach erklärt

4 ½-Jährigen-Vorstellung

Wenn Ihr Kind ungefähr 4 ½ Jahre ist, gibt es einen wichtigen Termin in der Grundschule.

Die Einladung zu diesem Termin kommt per Post.

Bei diesem Termin wird geschaut, ob Ihr Kind fit für die Schule ist.

Diesen Termin müssen alle Eltern einhalten.

Die Schulen arbeiten eng mit der Kita zusammen.

Kitas führen vor diesem Termin ein Gespräch mit den Eltern.

Es wird die Entwicklung des Kindes festgehalten. Wenn Sie einverstanden sind, wird die Schule über das Gespräch informiert. 

Abmeldung/Kündigung

Manchmal ist eine Kündigung der Kita notwendig.

Zum Beispiel, wenn Sie umziehen. Oder wenn Ihnen die Kita nicht gefällt.

Dann müssen Sie Ihr Kind abmelden und den Vertrag mit der Kita kündigen.

Wichtig: Für die Kündigung gibt es eine Frist (Kündigungs-Frist).

Diese steht im Vertrag.

Ausflüge

Die Kita macht manchmal Ausflüge mit den Kindern.

Die Kinder gehen zum Beispiel in den Zoo, in den Wald oder zum Hafen.

Dann gibt es für die Eltern ein Papier mit Informationen.

Darauf steht, was das Kind für den Ausflug braucht (zum Beispiel Essen und Trinken, Regen-Kleidung, Taschen-Geld).

Manchmal müssen die Eltern etwas unterschreiben, damit das Kind mit auf den Ausflug darf.

Aushang

In der Kita gibt es meistens eine Info-Tafel oder eine Pinnwand.

Hier finden Eltern oft Aushänge.

Dort werden die Eltern über verschiedene Dinge informiert.

Zum Beispiel über das Sommerfest oder über Krankheiten.

Betreuungs-Zeiten (Betreuungszeiten)

Die Zeit, die Ihr Kind in der Kita bleibt, nennt man Betreuungs-Zeit.

Wie lange Ihr Kind in der Kita bleibt, hängt von Ihrem Kita-Gutschein ab.

Wann Sie Ihr Kind bringen und abholen, klären Sie mit der Kita.

Die Zeiten stehen auch im Vertrag.

Sie müssen sich an diese Zeiten halten.

Wenn Sie Ihr Kind später abholen, müssen Sie diese Zeit bezahlen.

Wenn Sie einen wichtigen Termin haben, sprechen Sie mit der Kita.

Oft kann man eine Lösung finden.

Beispiel: An einem Tag holen Sie Ihr Kind früher ab.

Dafür darf es am nächsten Tag länger bleiben, damit Sie zum Arzt-Termin gehen können.

Sprechen Sie so früh wie möglich die Kita-Leitung an.

Bezirksamt

Hamburg besteht aus mehreren Bezirken.

Jeder Bezirk hat ein eigenes Bezirksamt.

Jedes Bezirksamt hat ein Jugendamt mit einer Abteilung Kindertagesbetreuung und Tagespflegebörsen.

Hier finden Sie das Bezirksamt, das für Sie zuständig ist. Sie müssen in der Suche nur Ihre Adresse eingeben.

Bezugs-Erzieher / Bezugs-Erzieherin (Bezugserzieherin/Bezugserzieher)

Wenn Ihr Kind neu in der Kita ist, kümmert sich jemand besonders um das neue Kind. Diese Person hat einen besonderen Bezug zu dem Kind.

Deshalb nennt man sie Bezugs-Erzieher oder Bezugs-Erzieherin.

Bringzeit/Abholzeit

Fragen Sie in Ihrer Kita nach, wann Sie Ihr Kind am besten bringen und abholen können und in welchen Zeiten es nicht möglich ist.

Das hängt auch von Ihrem Kita-Gutschein ab.

Eingewöhnung

Eingewöhnung heißt, dass Ihr Kind in den ersten Wochen von den Eltern in der Kita begleitet wird.

Das Kind lernt seinen Bezugs-Erzieher oder seine Bezugs-Erzieherin und die anderen Kinder kennen.

Es braucht zu Beginn auch die Eltern oder eine enge Bezugsperson in der Nähe.

Die Eingewöhnung kann 4 Wochen und länger dauern.

Eltern müssen Zeit haben. Mutter oder Vater müssen in dieser Zeit in der Nähe bleiben.

Manchmal dauert es noch länger, bis das Kind die komplette Zeit in der Kita bleiben kann.

Eingliederungs-Hilfe (Eingliederungshilfe)

In Hamburg darf jedes Kind eine Kita besuchen.

Alle Kinder spielen und lernen hier gemeinsam.

Manche Kinder brauchen in der Kita besondere Hilfe.

Zum Beispiel weil sie körperlich beeinträchtigt sind.

Diese Kinder bekommen dann in der Kita besondere Hilfe.

Die Eltern müssen dafür Eingliederungs-Hilfe beantragen.

Elementar-Bereich (Elementarbereich)

Die meisten Kitas haben zwei Bereiche: einen Bereich für die größeren Kinder von 3 – 6 Jahren und für kleinere Kinder von 1 – 3 Jahren.

Der Bereich für die größeren Kinder heißt „Elementar-Bereich“.

Die größeren Kinder gehen in eine Elementar-Gruppe.

Eltern-Abend (Elternabend)

In der Kita finden auch Eltern-Abende statt.

Die Kita lädt alle Eltern zu einem Treffen ein.

Hier werden wichtige Informationen aus der Kita berichtet.

Deshalb ist es wichtig, dass Eltern zu den Terminen kommen.

Eltern-Beirat (Elternbeirat)

Der Eltern-Beirat besteht aus Eltern, deren Kinder in die Kita gehen.

Sie dienen als Ansprech-Personen für Eltern, das Kita-Personal und die Kita-Leitung. Die Kita informiert den Eltern-Beirat über bevorstehende Entscheidungen.

Eltern-Beitrag (Elternbeitrag) / Familien-Eigenanteil (Familieneigenanteil)

5 Stunden Kita am Tag bezahlt die Stadt Hamburg.

Das gilt für alle Kinder zwischen 1 und 6 Jahre.

Für mehr Betreuung muss die Familie Geld hinzuzahlen.

Dieser Beitrag heißt „Eltern-Beitrag“ oder auch „Familien-Eigenanteil“.

Er richtet sich nach dem Einkommen der Familie.

Eltern-Vertretung (Elternvertretung)

Jedes Jahr wählen die Eltern zwei Eltern-Vertreter oder -Vertreterinnen pro Kita-Gruppe.

Die Eltern-Vertretung steht im Austausch mit den Eltern, dem Kita-Personal und der Leitung.

Sie setzen sich für die Interessen der Kinder und Eltern ein.

Wer Lust hat, kann sich als Eltern-Vertretung wählen lassen.

Entwicklungs-Gespräche (Entwicklungsgespräche)

Die Erzieher und Erzieherinnen beobachten das Verhalten Ihres Kindes und was es in der Kita lernt.

In einem Entwicklungs-Gespräch tauschen sich Eltern und Erzieher oder Erzieherinnen über das Kind aus.

Sie berichten, was gut läuft oder wenn das Kind Probleme hat.

Erzieherin/Erzieher/SPA

In der Kita arbeiten Frauen und Männer als Erzieher oder Erzieherin. 

Außerdem arbeiten in der Kita auch „Sozialpädagogische Assistenten“.

Diese nennt man oft SPA.

Sie alle sind ausgebildete Pädagogen und Pädagoginnen.

Alle arbeiten in den Gruppen direkt mit den Kindern.

 

Feste

Die Kita feiert regelmäßig Feste zu besonderen Anlässen.

Zum Beispiel Fasching, ein Sommerfest oder Weihnachten.

Die Eltern sind auch eingeladen.

Die Kita freut sich, wenn Eltern bei der Vorbereitung helfen oder etwas zu Essen mitbringen.

Fotos

In der Kita werden Fotos gemacht.

Alle Eltern werden vorher um Erlaubnis gebeten.

Gesundheits-Leitfaden (Gesundheitsleitfaden)

Der Gesundheits-Leitfaden ist ein Heft.

In dem Heft stehen viele Informationen über Krankheiten.

Eltern können nachlesen, wann sie ihr Kind nach einer Krankheit wieder in die Kita bringen dürfen.

Gruppe

Die Kinder sind in der Kita einer Gruppe und somit einem bestimmten Raum zugeordnet.

So ist Ihr Kind mit denselben Kindern und mit denselben Erziehern und Erzieherinnen in einer Gruppe zusammen.

In manchen Kitas wird nach dem offenen Konzept gearbeitet.

Dann können die Kinder selbstständig wählen, in welchem Raum sie in der Kita gerne spielen möchten.

Gruppen-Kasse (Gruppenkasse)

Manchmal gibt es eine Gruppen-Kasse.

In der Kasse ist Geld für Aktivitäten der Gruppe.

Die Aktivitäten sind für alle Kinder der Gruppe.

Deshalb müssen die Eltern regelmäßig etwas Geld in die Gruppen-Kasse bezahlen. Hiervon werden Ausflüge, Spiel-Material oder besondere Aktionen bezahlt.

Impfung/Impf-Ausweis

Bei einer Impfung werden Kinder gegen Krankheiten immun gemacht.

Der Kinder-Arzt oder die Kinder-Ärztin schreibt in den Impf-Ausweis, welche Impfungen das Kind schon hat.

Kinder-Schutz-Konzept

Die Kita ist für Kinder ein sicherer Ort.

Die Kita tut alles, damit es dem Kind möglichst gut geht.

In der Kita sollen Kinder „stark gemacht“ werden.

Wie die Kita das macht, hat sie aufgeschrieben.

Jede Kita hat nicht nur ein pädagogisches Konzept, sondern auch ein Kinder-Schutz-Konzept.

Darin steht, wie in der Kita auf den Schutz des Kindes geachtet wird.

Sie haben das Recht darauf, in der Kita nach dem Kita-Schutz-Konzept zu fragen.

Kita

Die Kita ist ein Ort, wo Kinder tagsüber spielen und lernen.

Die Eltern arbeiten, lernen oder erledigen den Haushalt.

In der Kita lernen Kinder bereits vor der Schule wichtige Dinge.

Sie turnen, basteln und lösen Konflikte.

Sie finden Freunde und lernen Deutsch.

Kita ist die Abkürzung für das Wort Kinder-Tages-Stätte.

Kita-Gutschein

In Hamburg hat jedes Kind ab 1 Jahr das Recht, für bis zu 5 Stunden am Tag kostenlos in die Kita zu gehen.

Hierfür braucht die Familie einen Kita-Gutschein.

Dieser muss beim Bezirksamt beantragt werden.

Es können unter Umständen auch mehr Stunden beantragt werden.

Kita-Leitung/stellvertretende Leitung

Die Leitung oder die stellvertretende Leitung ist der Chef oder die Chefin der Kita.

Sie führen die ersten Gespräche mit allen Eltern.

Den Vertrag geben die Eltern bei der Kita-Leitung ab.

Kita-Platz-Nachweis-Verfahren (Kitaplatznachweisverfahren)

Manchmal haben Kitas keinen freien Platz.

Wenn Sie keinen Platz finden, können Sie sich an das Bezirksamt wenden.

Dieses hilft Ihnen dann bei der Suche.

Es wird das sogenannte Kita-Platz-Nachweisverfahren“ gestartet.

Wie das genau abläuft, haben wir hier erklärt: Was kann ich tun, wenn ich keinen Kita-Platz finde?

Konzept

In einem Konzept stehen die Ziele und Werte einer Kita.

Die Kita schreibt auf, was ihr im Kita-Alltag wichtig ist.

Ein Beispiel: In manchen Kitas wird sehr viel draußen gespielt.

In manchen Kitas wird viel Wert auf die Bewegung gelegt.

Sie können die Leitung nach dem Konzept fragen.

Manchmal ist es auch auf der Website der Kita zu finden.

Krankheiten

Ein krankes Kind soll nicht in die Kita.

Andere Kinder werden sonst auch krank.

Sie müssen in der Kita Bescheid sagen, wenn Ihr Kind krank ist.

Bei bestimmten Krankheiten hängt die Kita einen Hinweis aus. Das macht die Kita, wenn die Krankheit ansteckend ist.

Dann sind andere Eltern informiert.

Krippe

In der Kita sind auch Kinder unter 3 Jahren.

Ihren Bereich in der Kita nennt man Krippe.

Kündigungs-Frist (Kündigungsfrist)

In jedem Vertrag ist eine Kündigungs-Frist festgelegt.

Falls ein Kita-Wechsel oder Umzug bevorsteht, muss der Vertrag rechtzeitig gekündigt werden.

Wenn Sie nicht rechtzeitig kündigen, müssen Sie die Kita-Gebühren für diese Kita weiterbezahlen.

Das kann mehrere 100 Euro im Monat kosten.

Mittags-Schlaf (Mittagsschlaf)

In der Krippe schlafen fast alle Kinder nach dem Mittagessen.

Im Elementar-Bereich schlafen nur noch wenige Kinder.

Die größeren Kinder ruhen sich aus.

Die Eltern können die Kita fragen, wie lange ihr Kind geschlafen hat.

Partizipation

Partizipation bedeutet Mitmachen.

Die Kinder werden in der Kita bei Entscheidungen mit eingebunden.

Zum Beispiel dürfen sie mitentscheiden, was es zu essen gibt oder welchen Ausflug sie als nächstes machen.

Dazu steht meistens mehr im Konzept der Kita.

Auch Mütter und Väter können in der Kita mitmachen.

Das nennt man auch Eltern-Beteiligung.

Rechts-Anspruch (Rechtsanspruch)

In Hamburg hat jedes Kind von 1 bis 6 Jahre das Recht auf 5 Stunden kostenlose Kita-Betreuung am Tag.

Dieses Recht kann vor Gericht durchgesetzt werden.

Sprach-Bildung (früher: Sprach-Förderung)

In der Kita wird auch das Sprechen geübt und die deutsche Sprache gelernt.

In einigen Kitas gibt es einen besonderen Fokus auf die Sprach-Bildung.

Hier arbeiten zusätzlich sogenannte Sprach-Fachkräfte.

Sie unterstützen die pädagogischen Fachkräfte darin, sprachliche Bildung besonders im Blick zu haben.

Die Bildung der Sprache passiert im Morgenkreis, durch Vorlesen oder durch gemeinsames Singen.

Aber auch durch einfaches Sprechen im Alltag.

Das nennt man alltagsintegriert.

Das Lernen und Üben der Sprache finden im normalen Kita-Alltag statt.

 

Tür- und Angel-Gespräche

Wenn Sie Ihr Kind in die Kita bringen und abholen, können Sie kurze Gespräche mit dem pädagogischen Personal führen.

Zum Beispiel können Sie morgens erzählen, wenn Ihr Kind nicht gut geschlafen hat oder eine Impfung beim Arzt bekommen hat.

Der Erzieher oder die Erzieherin kann dann besser auf das Kind reagieren.

Der Erzieher oder die Erzieherin erzählt auch, was das Kind am Tag in der Kita gemacht hat.

Untersuchungs-Heft / „U-Heft“

In dieses Heft schreibt die Kinder-Ärztin oder der Kinder-Arzt alle Untersuchungen des Kindes.

Die Untersuchungen sind wichtig für das Kind.

Der Arzt oder die Ärztin prüft, ob sich das Kind gut entwickelt.

Die Eltern müssen ihr Kind regelmäßig zu den Terminen zum Arzt bringen.

So bleibt das Kind gesund.

Vertrag/Betreuungs-Vertrag (Betreuungsvertrag)

Bevor das Kind zur Kita gehen kann, muss ein Vertrag unterzeichnet werden.

Dort stehen die Regeln für den Kita-Besuch.

Es ist wichtig, den Vertrag zu lesen.

Lassen Sie sich Texte erklären, die Sie nicht verstehen.

Was im Vertrag steht, muss eingehalten werden.

Wichtig dabei ist zum Beispiel auch die Kündigungs-Frist.

Vorschule

In Hamburg können die Kinder das letzte Jahr vor der Einschulung entweder in der Kita oder in einer Vorschule verbringen.

Die Leitung kann Ihnen sagen, ob ein Vorschul-Jahr in der Kita angeboten wird.

Das letzte Jahr vor der Schule nennt man in der Kita „Brücken-Jahr“.

Wechsel-Wäsche (Wechselwäsche)

Jedes Kind braucht in der Kita Wechsel-Wäsche, also ein neues T-Shirt, neue Hose, neue Unterwäsche und Ähnliches.

So können die Erzieher und Erzieherinnen das Kind bei Bedarf umziehen.

Dabei ist es wichtig, dass die Wechsel-Wäsche passend für die Jahreszeit ist.

Wochen-Plan

Viele Kitas haben einen festen Wochen-Plan.

Das heißt, dass es an einigen Tagen ein festes Programm gibt.

Das kann zum Beispiel Sport, Musik oder ein Ausflug sein.