Mehr Infos
zum Kita-Alltag

Welche Kita passt zu mir und meinem Kind?

In Hamburg gibt es über 1.200 Kitas.

Die Kitas können sehr unterschiedlich sein.

Einige Eltern finden es schwierig, eine Entscheidung zu treffen, welche Kita gut passt.

Grundsätzlich gilt für alle Kitas:

  • In der Kita arbeiten nur Menschen, die sich gut mit Kindern auskennen.
  • Sie haben eine pädagogische Ausbildung.
  • Auf Kinder unter 3 Jahren passen mehr Personen auf.

Kitas unterscheiden sich bei:

  • dem pädagogischen Konzept (zum Beispiel Montessori, Situationsansatz, Waldkindergarten)
  • der Gestaltung der Gruppen (offenes oder geschlossenes Konzept)

Folgende Fragen können helfen, um die richtige Wahl zu treffen:

Auswahl der passenden Kita

Bedingungen

  1. Braucht Ihr Kind besondere Angebote (zum Beispiel Kranken-Gymnastik)?
  2. Brauchen Sie bestimmte Öffnungszeiten in der Kita?
  3. Sind die Erzieher und Erzieherinnen der Kita freundlich?
  4. Wird sich Ihr Kind in der Kita wohlfühlen?
  5. Werden Sie gut beraten?
  6. Bekommen Sie Informationen und Antworten auf Ihre Fragen?
  7. Können Sie und Ihr Kind sich die Kita und den Tages-Ablauf der Kita anschauen?

Raum und Ausstattung

  1. Gibt es genug Platz zum Essen und zum Spielen?
  2. Gibt es einen Raum zum Ausruhen für einzelne Kinder oder Gruppen?
  3. Gibt es einen Garten, um draußen zu spielen?
    Wenn es keinen Garten gibt: Besuchen die Gruppen oft Spiel-Plätze und Parks?

Essen und Sauberkeit

  1. Wann gibt es Essen? Essen alle Kinder zusammen oder in kleinen Gruppen?
  2. Ist das Essen gesund?
  3. Geht die Kita auf Ihre Essens-Wünsche ein (Zum Beispiel kein Schweinefleisch, Allergien, vegetarisch)?
  4. Ist die Kita sauber?

Information und Angebote für Eltern

  1. Gibt es regelmäßige Gespräche mit den Eltern?
  2. Haben die Eltern eine feste Ansprech-Person?

Diese Checkliste können Sie hier herunterladen und mit zur Kita nehmen.

Infos zum Kita-Alltag

Was muss mein Kind mit in die Kita nehmen?

Die Kita-Leitung informiert Sie, welche Dinge Sie mitbringen müssen.

Hier sind einige Beispiele:

Diese Dinge müssen in jeder Kita mitgebracht werden:

  • Hausschuhe oder Stoppersocken
  • Regenjacke, Regenhose & Gummistiefel
  • Wechselkleidung

Für Kinder unter 3 Jahren:

  • Lieblingsgegenstand
  • ggf. Schlafsack
  • Kuscheltier

Diese Dinge müssen in manchen Kitas mitgebracht werden:

  • Frühstück
  • Tasche oder Rucksack
  • Trinkflasche
  • Sonnencreme und Sonnenhut

 

Bitte schreiben Sie den Namen Ihres Kindes auf die Sachen.

  

Wie läuft ein Tag in der Kita ab?

In den meisten Kitas gibt es einen Tages-Ablauf.

Es gibt feste Rituale und Zeiten.

Dazu gehören Frühstück und Mittagessen.

Viele Kitas haben einen festen Wochenplan.

Ein typischer Kita-Tag sieht so aus:

Es werden:

  • Bücher gelesen
  • Lieder gesungen
  • gegessen
  • zusammen gelernt und gespielt
  • getröstet
  • und vieles mehr

  

Wer darf mein Kind aus der Kita abholen?

Sie holen Ihr Kind ab.

Wenn eine andere Person (zum Beispiel Oma, Opa, Tante) Ihr Kind abholt, müssen Sie dies vorher sagen.

Die Person muss einen Ausweis vorzeigen.

Diese Personen nennt man auch „Abhol-Berechtigte“.

In manchen Kitas dürfen Geschwister erst ab 14 Jahren ihre Schwester oder ihren Bruder abholen.

Wenn spontan jemand anderes Ihr Kind abholt, rufen Sie in der Kita an.  

    

Was wird in der Kita gegessen?

In jeder Kita gibt es Mittagessen und Getränke für Kinder.

Dies ist für alle Kinder kostenlos.

In manchen Kitas gibt es auch Frühstück.

Informieren Sie sich in der Kita, ob es ein Frühstück gibt.

Manchmal müssen die Kinder selbst Frühstück mitbringen.

Alle Kinder essen gemeinsam.

Kleine Kinder werden beim Essen unterstützt.

In einigen Kitas wird das Essen in einer Küche selber gekocht.

In anderen Kitas wird das Essen geliefert.

Was es zu essen gibt, sehen Eltern am Speiseplan.

Der sieht zum Beispiel so aus:

In vielen Kitas wird kein Schweine-Fleisch angeboten.

Wenn Ihr Kind etwas nicht essen darf, informieren Sie die Kita darüber.

Wenn Ihr Kind eine Allergie hat, sagen Sie der Kita Bescheid.

   

Welche Besonderheiten gibt es für Kinder unter 3 Jahren?

Kleine Kinder werden oft noch von der Mutter gestillt.

Trotzdem können sie in die Kita.

Manchmal ist es möglich, dass die Mutter zum Stillen in die Kita kommt.

Es kann auch Milch-Pulver für das Kind mitgegeben werden.

Es darf keine Mutter-Milch mitgebracht werden.

    

Ich habe Probleme in der Kita. Was kann ich tun?

Sie haben Fragen zum Essen in der Kita?

Sie machen sich Sorgen, dass Ihr Kind nicht gut behandelt wird?

Manchmal gibt es Probleme oder Konflikte in der Kita.

Dann kann man das Gespräch suchen. Zuerst in der Kita. Meist hilft das schon.

Sie können so vorgehen:

1. Gespräch in der Kita

Sprechen Sie mit der Kita-Leitung über die Probleme.

Sie können auch den Eltern-Rat der Kita fragen.

2. Gespräch mit dem Träger

Sie können auch mit dem zuständigen Träger der Kita sprechen.

Ein Träger ist eine Organisation, zu der die Kita gehört.

Die Kontaktdaten finden Sie auf der Website der Kita oder des Trägers.

3. Das Gespräch hat nicht geholfen?

Gespräch mit der Kita-Aufsicht

Manchmal hilft es, mit einer dritten Person zu sprechen.

Sie können sich bei der Kita-Aufsicht oder der Kita-Trägerberatung melden.

Die Kita-Aufsicht oder die Kita-Trägerberatung sind für diese Themen zuständig:

  • Gewalt
  • Sexuelle Übergriffe
  • Räumliche Situation in der Kita
  • Hygiene
  • Essen in der Kita

Gesundheit in der Kita

Was mache ich, wenn mein Kind krank wird?

Ist Ihr Kind krank, muss es zuhause bleiben.

Bitte rufen Sie in der Kita an und sagen Sie, dass Ihr Kind krank ist und zuhause bleibt. Sagen Sie, wie lange es zuhause bleibt.

Wichtig: Das Kind darf erst wieder in die Kita, wenn es nicht mehr krank ist!

Es darf nicht ansteckend sein.

Es soll gesund und fit sein.

Es muss 48 Stunden fieber-frei sein!

Bei manchen Krankheiten muss ein Arzt sagen, dass das Kind wieder in die Kita gehen darf.

Sie brauchen dann ein Attest.

In der Corona-Zeit gehen Sie so vor:

https://www.hamburg.de/kita/14291878/krankheitssymptome/

Wenn Ihr Kind in der Kita krank wird, müssen Sie Ihr Kind abholen.

Die Kita ruft bei Ihnen an.

Bitte seien Sie erreichbar. Hat die Kita Ihre aktuelle Telefonnummer?

Gesprächsvorlage für einen Anruf in der Kita

Mein Name ist:

Ich bin Mutter/Vater von:

Mein Sohn/meine Tochter ist krank. Wahrscheinlich kommt sie/er am ……wieder.

Vielen Dank. Tschüss!

Mein Kind braucht Medikamente. Was muss ich tun?

Wenn Ihr Kind in der Kita Medikamente braucht, müssen die Eltern der Kita eine Genehmigung schreiben.

Die Eltern müssen bestätigen, dass der Erzieher oder die Erzieherin dem Kind das Medikament geben darf.

Das geht nur bei Medikamenten, die nicht von medizinischen Fachkräften gegeben werden müssen.

Hier finden Sie eine Vorlage für eine Ermächtigung zur Medikamenten-Abgabe.

 

Muss mein Kind geimpft sein?

Kinder in einer Kita müssen gegen Masern geimpft sein.

Das muss mit einem Impfpass nachgewiesen werden.

Diesen bekommen Sie von Ihrem Kinderarzt.

Kinder, die nicht geimpft sind, können nicht in die Kita.

Exkurs: Kinder-Tages-Pflege

Was ist Kinder-Tages-Pflege?

Das Video wurde mit freundlicher Genehmigung vom BVKTP bereitgestellt. Mehr Infos zur Kindertagespflege unter: www.bvktp.de

In Hamburg können Kinder entweder in die Kita oder in die Kinder-Tages-Pflege.

In der Kinder-Tages-Pflege arbeiten Tages-Eltern.

Das sind einzelne Personen, die eine kleinere Gruppe von Kindern betreuen.

Sie betreuen Kinder im Alter von 0 – 14 Jahren bei sich zu Hause.

Manchmal haben sie für die Tages-Pflege auch extra Räume gemietet.

Kinder-Tages-Pflege oder Kita?

Tages-Pflege-Personen haben eine pädagogische Schulung gemacht.

Sie kennen sich gut mit Kindern und Erziehung aus.

Die Stadt Hamburg prüft Tag-Eseltern regelmäßig:

  • Sie prüft, ob die Räume groß genug sind.
  • Sie prüft, ob die Kinder gut behandelt werden.

Bei Tages-Eltern werden bis zu 5 Kinder gleichzeitig betreut.

Die Gruppen sind klein.

Das gefällt vielen Eltern und Kindern.

Eltern können direkt mit der Tages-Mutter oder dem Tages-Vater die Betreuungszeit planen.

Die Tages-Pflege ist keine Übergangslösung, bis ein Kita-Platz frei wird.

Wie finde ich einen Platz in der Kinder-Tages-Pflege?

Die Stadt Hamburg bezahlt die Betreuung.

Die Eltern müssen einen Antrag stellen.

Wenn Sie sich für die Tages-Pflege entscheiden, müssen Sie folgendes tun:

1. Sie müssen eine Tages-Mutter oder Tages-Vater suchen.

Eine Liste mit Kontakten gibt es in der Tages-Pflege-Börse im Bezirksamt.

2. Lernen Sie die Tages-Mutter oder den Tages-Vater kennen.

Sie können Fragen stellen.

3. Wenn Ihnen die Tages-Mutter oder der Tages-Vater gefällt und ein Platz für Ihr Kind frei ist: Stellen Sie den „Antrag zur Förderung in der Tages-Pflege“ beim Bezirksamt.

4. Die Bewilligung kommt per Post nach Hause.

Sie reichen die Bewilligung ein.

Sie können den Vertrag unterschreiben.

Weitere Informationen und Formulare finden Sie auf der Seite der Stadt Hamburg.

Exkurs: Kinder mit Förderbedarf

In Hamburg hat jedes Kind das Recht, eine Kita zu besuchen.

Alle Kinder lernen und spielen zusammen.

Manche Kinder brauchen mehr Hilfe als andere.

Zum Beispiel, wenn sie körperlich beeinträchtigt sind oder eine chronische Krankheit haben.  

Es gibt 2 Wege, damit diese Kinder in der Kita Extra-Hilfe bekommen:

  • Früh-Förderung oder
  • Eingliederungs-Hilfe.

Das Kind kann nur Eingliederungs-Hilfe oder Früh-Förderung bekommen.

Beides zusammen geht nicht. Wir erklären beide Wege. 

1. Eingliederungs-Hilfe (Kinder ab 3 Jahre)

Die Eingliederungs-Hilfe können Kinder ab 3 Jahre bekommen.

Das geht nur in speziellen Kitas.

Hier spielen und lernen Kinder mit und ohne Entwicklungs-Verzögerungen zusammen.

In diesen Kitas arbeiten Menschen, die sich besonders gut mit Kindern mit Entwicklungsverzögerung auskennen.

Sie machen auch Therapien mit dem Kind.

Zum Beispiel Sprach-Therapie oder Bewegungs-Therapie.

Wenn das Kind eine Entwicklungs-Verzögerung hat, dann bezahlt die Stadt das meiste Geld für die Eingliederungs-Hilfe. 

So bekommen Sie Eingliederungs-Hilfe:

1. Die Eltern müssen einen Antrag auf Eingliederungs-Hilfe ausfüllen.

Den Antrag müssen sie dann an das Bezirksamt senden.

2. Die Familie bekommt eine Einladung von einem Arzt oder einer Ärztin.

Dieser Arzt oder diese Ärztin arbeiten für den „Öffentlichen Gesundheitsdienst“.

Die Eltern gehen mit dem Kind zu dem Arzt oder der Ärztin.

Die Ärzte oder Ärztinnen untersuchen das Kind.

Nach der Untersuchung informieren die Ärzte das Bezirksamt.

Sie sagen dem Bezirksamt, ob das Kind Eingliederungs-Hilfe braucht oder nicht.

  1. Das Bezirksamt schickt den Eltern einen besonderen Kita-Gutschein für Eingliederungs-Hilfe zu.

Das Kind kann jetzt in eine spezielle Kita mit Eingliederungs-Hilfe gehen.

2. Früh-Förderung (Kinder von 0-6 Jahre)

Früh-Förderung ist für alle Kinder bis 6 Jahre mit Entwicklungsverzögerung.

Meistens nutzen es die Kinder bis 3 Jahre.

Es ist egal, ob die Kinder eine Kita besuchen oder zuhause bleiben.

Früh-Förderung kann in fast jeder Kita stattfinden.

Bei der Früh-Förderung kümmern sich Heil-Pädagogen oder Heil-Pädagoginnen um das Kind.

Das sind Kita-Profis, die sich besonders gut mit Kindern mit Entwicklungsverzögerungen auskennen.

Sie kommen in die Kita oder nach Hause.

Oder sie kommen in eine Früh-Förder-Stelle.

Das ist ein Ort, wo Kinder mit Entwicklungsverzögerung hingehen, um spezielle Hilfe zu bekommen.

So bekommen Sie Frühförderung:

  1. Wenn das Kind in die Kita soll, müssen die Eltern zuerst einen Kita-Gutschein beantragen. Wenn das Kind zuhause bleibt, brauchen die Eltern keinen Kita-Gutschein.
  2. Der Kinder-Arzt oder die Kinder-Ärztin empfiehlt die Früh-Förderung.
  3. Die Eltern müssen in eine Früh-Förder-Stelle. Die Früh-Förder-Stelle und die Eltern füllen einen Antrag aus. Den schicken sie an das Bezirksamt.
  4. Die Familie bekommt eine Einladung von einem Arzt oder einer Ärztin. Dieser Arzt oder diese Ärztin arbeiten für den „Öffentlichen Gesundheitsdienst“ der Stadt Hamburg. Sie müssen das Kind untersuchen. Sie stellen fest, ob und welche Hilfen das Kind braucht. Das Bezirksamt informiert dann die Eltern über die Entscheidung.

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